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Rückblick: Frühlingsfest 2011

Viele gute Freunde haben geholfen

Und auch sie haben dazu beigetragen, das Fest zu dem wohl schönsten Frühlingsfest zu machen, das die Deutsch-Japanische Gesellschaft Augsburg je veranstaltet hat.

Es war zuerst – nach der Katastrophe in Japan am 11. März – gar nicht so sicher, ob das Frühlingsfest dieses Jahr überhaupt stattfinden soll, und wenn doch, unter welchem Motto. Denn die Ereignisse in Japan konnte und wollte die DJG nicht einfach ignorieren.

 
So fand das Frühlingsfest 2011 unter dem Motto „Gute Freunde erkennt man in der Not“ am Muttertagssonntag, dem 8. Mai, bei herrlichstem Wetter wieder im Botanischen Garten in Augsburg statt.
 

In seiner Rolle als eine Art Benefizveranstaltung im großen Stil hat sich das Frühlingsfest bestens bewährt. Dabei war die Konkurrenz groß: ein entscheidendes Heimspiel für den FC Augsburg, der letzte Tag des Plärrers und der Dult. Trotzdem haben sich knapp 6.000 Besucher für das Frühlingsfest entschieden. Sogar der Oberbürgermeister Herr Dr. Gribl ließ es sich vor dem Fußballspiel nicht nehmen, persönlich zur Eröffnung zu kommen.

 

Schon allein mit dieser Entscheidung zu kommen zeigten die Besucher, dass Japan ihnen nicht egal ist. Doch viele beließen es nicht dabei, sondern nahmen auch die verschiedenen Möglichkeiten, auf dem Fest zu spenden, wahr. Es gab einen großen Stand mit einer Spendensammlung; der kleine Obolus für eine Probe-Shiatsu-Massage und die Erlöse an einem Stand mit Taschen aus Kimono-Stoffen gingen ebenfalls in die Spendenkasse. So konnten wir einen stattlichen Betrag zusammensammeln, der zu 100 Prozent den Katastrophenopfern in Japan zugutekommt.

 

An dieser Stelle möchten wir uns daher noch einmal ganz herzlich bei allen Besuchern bedanken, die zum Frühlingsfest gekommen sind und sich so als gute Freunde erwiesen haben!
 
Zuguterletzt zeigen wir Ihnen gerne noch einige Bilder vom Frühlingsfest. Noch viele mehr können Sie sich auf der Internetseite www.cityreporter.de ansehen.
 
 
Oberbürgermeister Dr. Gribl im Gespräch
mit BR-Moderator Oliver Christa
Kimono-Präsentation: links ein normaler Kimono,
rechts ein Brautpaar 

Taiko-Vorführung der Gruppe "Hanabi Daiko" von Frau Patrizia Bradley-Sorgenfrei
Kampfsportler der Kendo-Gruppe in Rüstung und mit Origami-Kranich 
In der Gärtnerhalle ging es an den Kochplatten des Restaurants Manyo heiß her

 

 

 

 

Der Japanisch-Deutsche Projektchor aus München gibt vor dem Rosenpavillon einige japanische Volkslieder zum Besten

 
 
Haiku-Wettbewerb

 

Auch dieses Jahr fand wieder ein Wettbewerb im Dichten von „Haiku“ statt, den kleinen, dreizeiligen Gedichte mit einer bestimmten Anzahl an Silben pro Zeile (5-7-5). Wie die japanische Dichtkunst es vorsieht, wurde hierbei natürlich auch ein jeweils zur Jahreszeit passendes, sogenanntes „Kigo“ (= „Jahreszeitenwörter“) eingebaut.

Jeder Besucher durfte sich am Stand des Haiku-Kreises Augsburg wieder am Dichten probieren und mit jeweils zwei Haiku am Wettbewerb teilnehmen. Insgesamt wurden 146 Haikus von 85 Teilnehmern gesammelt.

 

Die Gewinner des Wettbewerbs sind:

 

Erster Preis:
Katrin Hauptmann
86399 Bobingen
 
Zarte Kirschblüte
einmal will ich dich sehen
im schönen Japan!
Zweiter Preis:
Lane Ziegler
89407 Dillingen
 
Gleich der Kirschblüte
berührt sein Blick den Kragen
meines Kimono
Dritter Preis:
Lena Frischmann (7)
86179 Augsburg
 
Leise weht der Wind
vor meinem Fenster seh' ich
im Kirschbaum ein Nest.

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